Militärhistorischer Wanderweg in Unterfranken
Der Rundwanderweg ist als eine Art Lehrpfad angelegt. Auf seiner Länge von 9,6 km kann sich der Wanderer an zehn Stationen ausführlich über die Geschehnisse des 10. Juli 1866 informieren. "Die Informationstafeln wurden von uns selbst erstellt und die Texte durch unseren militärhistorischen Berater, Oberstleutnant a.D. Jürgen Bereiter, verfasst", berichtet Marcus Lipsius, Beauftragter für den Wanderweg und Mitglied in der RK Nüdlingen.
Sämtliche Tafeln seien mit Panoramabildern ausgestattet, so dass sich der Wanderer schnell in seiner Umgebung zurechtfinden kann. Eine ausführliche Wanderkarte sowie detaillierte Wegkennzeichnungen machen die Orientierung einfach.
Eröffnet wurde der Wanderweg bereits im Frühjahr dieses Jahres. "Seitdem erfreut sich die Strecke großer Beliebtheit", sagt Lipsius. "Sicherlich ist der Weg für militärhistorisch Interessierte eine besonderes Schmankerl. Selbstverständlich werden von uns auch geführte Touren auf diesen historischen Pfaden angeboten."
Während des Deutschen Krieges von 1866 war es am 10. Juli zu einem Gefecht zwischen den anrückenden Preußen und einem in Nüdlingen einquartierten Bataillon des 5. Bayerischen Infanterieregiments gekommen, das 23 bayerischen und 20 preußischen Soldaten das Leben kostete.
Digital ist der Wanderweg bereits unter alpenvereinaktiv.de verfügbar.
Wanderkarte herunterladen (PDF, Quelle: Arbeitskreis 1866 Nüdlingen)
Bild oben:
Historische Aufnahme aus dem Bruderkrieg von 1866.
(Quelle: gemeinfrei)